Blanke textech GmbH

Blanke textech GmbH

Über die Zusammenarbeit

„Mit großem Interesse habe ich Ihren Newsletter zum Thema „ESUG“ studiert, den ich als außerordentlich fundiert und informativ bewerte.

Wie ich nun selbst erfahren habe, besteht im Umfeld einer Eigenverwaltung noch ein erheblicher Erklärungsbedarf im Außenverhältnis, der zudem durch Presseveröffentlichungen mit dem Tenor: „Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht“ erschwert wird (Gibt es leider sogar in der FAZ).
Es ist daher explizit zu begrüßen, dass Sie Informationen zu Schutzschirmverfahren und Eigenverwaltung, auf Basis von Fakten, in die Öffentlichkeit tragen.

Auch für mich, in meiner derzeitigen Funktion als eigenverwaltender Geschäftsführer, wäre mehr Vorwissen über das Verfahren sicherlich hilfreich gewesen. Nachdem ich nun einen recht dornigen Weg unter learning-by-doing (fast) hinter mir habe, kann nur bestätigen, dass die Eigenverwaltung ein sehr brauchbares Verfahren ist, um den Fortbestand eines Unternehmens und seiner Arbeitsplätze zu sichern. Ob unser Unternehmen eine Regelinsolvenz überstanden hätte möchte ich aus derzeitiger Sicht bezweifeln.

Bedanken muss ich mich dabei für die professionelle Unterstützung Ihres Hauses, bzw. Ihrer sehr erfahrenen Mitarbeiter. Ohne die Mithilfe von Buchalik und Brömmekamp wären wir wahrscheinlich schon an der Eröffnung gescheitert. .“

(Andreas Schwaner, Geschäftsführer, Blanke textech GmbH)

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung der Blanke textech GmbH ist nach erfolgreicher Sanierung aufgehoben und damit nach siebenmonatiger Dauer beendet. Das Amtsgericht Detmold hat mit seiner Bestätigung des Insolvenzplanes dazu einen wesentlichen Schritt beigetragen. Zuvor hatte schon die Gläubigerversammlung dem vom Unternehmen vorgestellten Insolvenzplan mit großer Mehrheit zugestimmt. Nach der erfolgreichen Restrukturierung besteht nun Sicherheit für die verbliebenen 138 Mitarbeiter und fünf Auszubildenden. Auf der Basis der umgesetzten Maßnahmen sieht sich das Unternehmen, das einen Umsatz von 18,5 Mio. Euro erwirtschaftet, gut für die Zukunft aufgestellt.

Der Verlust von Aufträgen eines Großkunden im Sommer des vergangenen Jahres zwang das Unternehmen zur Anpassung der vorgehaltenen Kapazitäten und Kostenstrukturen. Aus diesem Grund entschied sich die Geschäftsleitung im Oktober 2013 ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung zu beantragen. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Wegen der notwendigen, betriebsbedingten Kündigungen wurde mit der IG Metall und dem Betriebsrat ein Sozialplan mit Interessenausgleich abgeschlossen. 143 Arbeitsplätze konnten gerettet werden.

Während des Verfahrens ließ sich das Unternehmen durch die Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp (Düsseldorf) rechtlich und betriebswirtschaftlich beraten. So begleitete Dr. Jasper Stahlschmidt die eigenverwaltende Schuldnerin während des gesamten Verfahrensverlaufs. Darüber hinaus erstellte das Beratungsunternehmen gemeinsam mit der Geschäftsführung von Blanke den Insolvenzplan, der die Entschuldung des Unternehmens und die Restrukturierungsmaßnahmen aufzeigt. Weiterhin wurde das Verfahren von Beginn an durch den eigens gebildeten Gläubigerausschuss und dem vom Gericht bestellten Sachwalter Heinrich Stellmach (Kanzlei Stellmach, Bröckers und Dr. Schoofs) konstruktiv begleitet.

„Ziel war es von Anfang an, das Verfahren so kurz wie möglich zu halten, um eine Verunsicherung von Kunden und Lieferanten möglichst zu vermeiden“, so Andreas Schwaner, Geschäftsführer der Blanke, „das ist mit einer Verfahrensdauer von nur sieben Monaten gelungen.“ Die Geschäftsführung der Blanke bedankt sich daher ausdrücklich bei allen Beteiligten für die aktive und konstruktive Mitwirkung sowie das gegebene Vertrauen.

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