F&K Trailer Service GmbH

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Über die Zusammenarbeit

„Mit dem Verfahren konnten wir das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig für die Zukunft aufstellen. Nur mit Unterstützung des hochkompetenten Teams von Buchalik Brömmekamp unter der Führung von Volker Schreck und mit den von diesem Team entwickelten äußerst kreativen Sanierungsansätzen konnte letztlich erreicht werden, dass wir heute vollständig entschuldet und operativ saniert am Markt agieren können.“

(Klaus Fischer, Geschäftsführer, F.&K. Trailer Service GmbH)

Die inhabergeführte F&K-Gruppe aus Rheda Wiedenbrück vermietet an zwölf Standorten in Deutschland etwa 1.200 Trailer. Das Unternehmen deckt das gesamte Spektrum der LKW-Auflieger ab, vom „Gardinenauflieger“, bei dem die Seiten wie Gardinen geöffnet werden können, über Kofferfahrzeuge bis hin zu Kühlanhängern. Hauptabnehmer sind sowohl renommierte Logistikunternehmen als auch hochwertige spezialisierte Nischenanbieter. Bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ging in 2008 die Auslastung in der Vermietung der Trailerflotte massiv zurück. In 2009 brachen die Absatzpreise dramatisch in, so dass die Gestehungskosten für die geleasten Trailer bzw. Mietkaufraten nicht mehr erwirtschaftet werden konnten.

Um den drohenden Liquiditätsengpässen vorzubeugen, wurde mit den Finanzierungspartnern im Rahmen eines mittelfristigen Finanzierungskonzepts eine Reduzierung der ursprünglichen Leasing- und Mietkaufraten bis zum planmäßigen Ablauf des jeweiligen Einzelvertrags vereinbart. Ab dem ursprünglichen planmäßigen Laufzeitende wurden die aufgelaufenen Ratenreduzierungen, der ursprüngliche Restwert sowie die Zinsen auf die aufgelaufenen Ratenreduzierungen verlängert.

In 2012 gingen die Umsätze konjunkturbedingt erneut zurück. Hinzu kam, dass nach einem BGH-Urteil aus dem Jahr 2010 (Az. IV ZR 279/08) rückwirkend per 2007 eine Haftungs- und Schadensteilungsquote von je 50 Prozent für Zugfahrzeug und Anhänger galt, und zwar unabhängig davon, ob der Schaden durch das Zugfahrzeug oder den Anhänger verursacht wurde. Dadurch stiegen die Haftpflichtversicherungsprämien für die Auflieger auf die Höhe der Prämien für die Zugmaschinen an, was das Unternehmen zusätzlich finanziell stark belastete.

In 2013 hielt die F & K-Gruppe eine Flotte mit einem Durchschnittsalter von sechs Jahren und älter. Mit der überalterten Flotte, den hohen wirtschaftlichen Belastungen aus den Altleasingverträgen, den zusätzlichen Belastungen aus stark ansteigenden Reparaturkosten und bedingt durch die Änderung der Rechtsprechung war es dem Unternehmen nicht mehr möglich schwarze Zahlen zu erwirtschaften. Bereits frühzeitig vor der letztendlichen Insolvenzantragstellung am 1. Juli 2013 wurde zwischen dem geschäftsführenden Gesellschafter Klaus Fischer und dem Gesellschafter Herrn Knöbel und der Kanzlei Buchalik Brömmekamp die Einleitung der Insolvensverfahren in Eigenverwaltung in Erwägung gezogen und entsprechende Sanierungspläne erarbeitet.

Die Verfahren wurden am 1. Januar 2014 eröffnet und am 9. Oktober 2014 stimmten die Gläubiger einstimmig im Erörterungs- und Abstimmungstermin den von Buchalik Brömmekamp vorgelegten Insolvenzplänen zu, so dass die Verfahren nach Erfüllung sämtlicher Planauflagen im Dezember 2014 aufgehoben wurden. Die relativ lange Verfahrensdauer von fast 1 1/2 Jahren war gewollt und Bestandteil des Entschuldungskonzeptes. Aus der im Verfahren generierten Liquidität konnte ein großer Teil der Leasingverträge abgelöst werden, so dass der weitaus überwiegende Teil der Flotte heute im Eigentum des Unternehmens steht. Während der Verfahren hatte Volker Schreck von Buchalik Brömmekamp den Geschäftsführer und Gesellschafter Klaus Fischer als Sanierungsgeschäftsführer unterstützt. Heute ist das Unternehmen vollständig entschuldet und operativ restrukturiert.

„Mit dem Verfahren konnten wir das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig für die Zukunft aufstellen. Nur mit Unterstützung des hochkompetenten Teams von Buchalik Brömmekamp unter der Führung von Volker Schreck und mit den von diesem Team entwickelten äußerst kreativen Sanierungsansätzen konnte letztlich erreicht werden, dass wir heute vollständig entschuldet und operativ saniert am Markt agieren können“, dankt Geschäftsführer Klaus Fischer. Die lange Verfahrensendauer war dabei keineswegs störend, sondern wesentlicher Bestandteil des auch vom Gläubigerausschuss gestützten Sanierungskonzepts. Unsere Kunden und Lieferanten haben zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens zum Unternehmen gestanden. Das Vertrauen unserer Lieferanten ist heute – natürlich auch bedingt durch unsere im Verfahren deutlich verbesserte Eigenkapitalquote und gute Liquiditätssituation – so groß, dass wir wieder investieren und unsere Flotte sukzessive erneuern. Besonders erfreulich ist auch, dass keine Kündigungen ausgesprochen werden mussten und alle 44 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten haben.

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